Praxistipp

Bloß nicht einschlafen! Warm-Ups und Energizer für digitale Meetings

Digitale Meetings brauchen klare Strukturen und Pausen | Foto: Surface on Unsplash

Nackenschmerzen, brennende Augen und ein Gehirn auf Sparflamme: Digitale Meetings können müde machen. Mit den richtigen Energizern und Warm-Ups kommt ihr wieder auf Trab.

Warm-ups und Energizer fürs digitale Meeting

Ein "Warm-up" soll die Teilnehmer*innen zu Beginn einer digitalen Veranstaltung aufwärmen und bereit machen für das Meeting. Sogenannte "Energizer" wiederum dienen dazu, während der Veranstaltung die Geister wieder zu erfrischen und die Konzentration zurückzuholen.

Wer schon mal "Energizer für digitale Meetings" gegoogelt hat, weiß: Ideen gibt es wie Sand am Meer. Aber nicht alle Übungen eignen sich für alle Zielgruppen, Momente und Kontexte. Folgende Fragen solltet ihr euch stellen, bevor ihr euch Methoden aussucht:

  • Was ist das Ziel des Warm-Ups oder des Energizers?

    Geht es um eine Stimmungsabfrage, sollen sich die Teilnehmer*innen untereinander kennenlernen, oder möchtest du die Konzentration steigern? Für jedes Ziel gibt es unterschiedliche Methoden.
  • Wann sind Energizer sinnvoll? 

    Energizer sollten in die Dramaturgie der Veranstaltung passen und je nach Stimmung der Teilnehmer*innen flexibel eingesetzt werden. Dabei solltet ihr auch während der Veranstaltung spontan bleiben. Manchmal muss spontan ein Energizer eingeschoben oder auch ausgelassen werden.
  • Wie groß ist die Gruppe?

    Manche Warm-Ups eigenen sich für kleine, manche für große Gruppenn. Eine Gruppengröße von maximal zwölf Personen lässt sich aus unserer Erfahrung am einfachsten interaktiv einbinden. Doch auch für größere Gruppen gibt es tolle Methoden.
  • Wer ist die Zielgruppe?  

    Wer sitzt denn eigentlich in eurem digitalen Meeting? Ihr wollt niemanden abschrecken oder irritieren – findet die richtigen Interventionen für deine Zielgruppe. Ausufernde Whiteboards sind für wenig digital affine Gruppen eher schwierig. Zuviel Kreativität und Austausch kann manche Menschen verunsichern. Versetzt euch vorher in die Situation eurer Zielgruppe.
  • Was passt zu euch? 

    Macht‘s persönlich: Es gibt Unmengen an unterschiedlichen Warm-Ups im Internet. Kopiert nicht einfach, sondern passt die Interventionen euren Veranstaltungszielen an.

Ihr müsst Euch nicht alles selbst ausdenken und das Rad immer wieder neu erfinden. Es gibt zum Glück viele tolle Programme und Tools, die euch helfen, den richtigen Energizer und Warm-Up für euer digitales Meeting zu finden und vorzubereiten. Hier sind unsere Lieblinge:

Check-In ohne unangenehme Stille

Die ersten Minuten eines Meetings entscheiden über den Verlauf: Wenn die Teilnehmer*innen hier entspannt sprechen und sich austauschen, dann wird sich diese interaktive Stimmung durch das gesamte Treffen ziehen.

Doch um eine positive Atmosphäre zu erreichen, braucht es mehr als ein: "Und jetzt sagt jeder mal, wie es ihr oder ihm geht." Auf Tscheck.In findet ihr unzählige Ideen für kreative Ein-Check-Fragen, zu denen garantiert jeder etwas zu sagen hat. Den Teambuilding-Effekt gibt es gratis dazu! Übrigens: Die Fragen eignen sich auch wunderbar nach Pausen oder zum Abschluss.

Bewegte Pause zum Wachwerden

Smarte Uhren erinnern uns daran, wenn wir uns zu wenig bewegen. Und bei einigen von uns erschien diese Erinnerung in den vergangenen Monaten etwas öfter als gewohnt. Denn wer den ganzen Tag vor dem Bildschirm im Home Office sitzt, bewegt sich wenig. Das macht nicht nur müde, sondern sorgt auch für Nackenschmerzen und begrenzte Konzentration. Versucht es mal mit diesem Aufwach-Energizer. Sich gemeinsam vor der Kamera zu verrenken macht nicht nur wach, sondern auch Spaß.

Endlose Kennenlernrunden verhindern

Wer kennt sie nicht: sich ewig ziehende Kennenlernrunden, in denen zwischen endlosen Monologen und "Ich schließe mich meinem Vorredner an" variiert wird. Bei größeren Gruppen ist so manch eine Vorstellungsrunde der Todesstoß der ganzen Veranstaltung. Das könnt ihr verhindern: Mit der Aus- und An-Funktion der Kamera lässt sich ein lustiges Kennenlernspiel gestalten, mit dem sich alle untereinander kennenlernen und es garantiert nicht langweilig wird – auch für große Gruppen super!

Abwechslung hält wach

Wenn ihr immer wieder mit den gleichen Menschen zusammenarbeitet, können Warm-Up-Methoden schnell ausgelutscht und langweilig sein. Sorgt hier also für eine stetige Variation. Eine gute Auswahl an Energizern findet ihr bei Workshop-Spiele.de. Bei digital-affinen Gruppen kann man auch ein großes Whiteboard wie Mural oder Miro nutzen: Werft dafür einen Blick in diese Sammlung an tollen Warm-Ups und Energizern auf Whiteboards.

Energie schon in den Methoden

Warm-Ups, Check-Outs und Energizer sind alles extra kleine Methoden, die ihr in der Meeting-Planung um eure inhaltliche Arbeit herum legen könnt. Doch wie steht es eigentlich um den Kern eurer Treffen: Sind die inhaltlichen Diskussionen langweilig? Dann bringt wohl langfristig auch der beste Energizer nichts. Guckt euch doch mal den Session-Lab-Methodenkoffer oder die die Toolbox an und sucht euch Methoden raus, die richtig Spaß machen!

Sich selbst nicht zu ernst nehmen

Um die Atmosphäre durchgängig aufzulockern, kann auch ein Online-Meeting-Bingo helfen. Alle Teilnehmer*innen legen sich ein Bingo-Papier auf den Schreibtisch und markieren, wenn einer der Sätze gefallen oder die Situation eingetreten ist. Fünf Treffer in einer Reihe horizontal, vertikal oder diagonal? Bingo!

Inspirationen dafür findet ihr zum Beispiel hier, hier oder hier.

Autorin: Merle Becker

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